Monstranz

Die Kunstgeschichte unterscheidet drei Typen: Die Turm/Altarretabel/Laternen-Monstranzen (seit der späten Gotik zur sichtbaren Aufbewahrung im Sakramentshaus), die Scheibenmonstranz der Renaissance und die Sonnen/Strahlen-Monstranzen insbesondere des Barocks, eine Weiterformung der Scheibenmonstranz.

Aufgebaut ist eine Monstranz aus Fuß, Schaft und Aufsatz. Die halbrunde (oder auch kreisrunde) Vorrichtung zur Befestigung der Hostie im Aufsatz heißt wegen ihrer halbmondartigen Form Lunula (v. lat.: luna = Mond).

Die Ausschmückung kann so weit gehen, dass die ganze Monstranz figürlich ausgebildet ist, z. B. als Lebensbaum, Wurzel Jesse oder mit den (Diözesan-)Heiligen. Eine weitere Besonderheit ist diejenige Statuen-Monstranz, bei der Maria dargestellt ist, die Jesus in der Gestalt der Hostie in ihrem Leib birgt. Eine Sonderform ist die bis zu drei Metern hohe, mehrgeschossige Monstranz, die in Spanien und Portugal auf einem Wagen oder von mehreren Personen getragen bei Prozessionen mitgeführt wird. In der Kunst der Gegenwart reduziert sich die Monstranz auf eine Kreisform. [Quelle: wikipedia]